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Aktuelle Mitteilungen

Der Kampf hat sich gelohnt

Gasdruckregelstation wird an alten Standort zurückversetzt

Wie schon berichtet, fand am 11. August 2020 im Rathaus Köpenick ein Gespräch zur Thematik der auf dem denkmalgeschützten Müggelheimer Dorfanger errichteten Gasdruckregelanlage statt. Anlass war der berechtigte Proteststurm der MüggelheimerInnen, die durch die Errichtung dieses Gebäudes eine Zerstörung des Flächendenkmals Dorfanger Müggelheim sahen. Knapp 900 BürgerInnen hatten ihrem Protest durch Eintragung in die vom MHV ausgelegten Listen Ausdruck verliehen.

Eingeladen zu dem Gespräch hatte Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick. Teilnehmer waren Maik Wortmeier, der Vorsitzende der Geschäftsführung des GASAG Tochterunternehmens NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg als Vorhabensträger, Lutz Degner, Leiter Planung & Bau sowie Andreas Wendt, Pressesprecher der NBB. Seitens der Genehmigungsbehörde nahm Bezirksbaustadtrat Rainer Hölmer teil. Vom Vorstand des Müggelheimer Heimatverein nahmen seinerzeit Dagmar Klehm und Lutz Melchior teil.

Am Ende hatten sich die Parteien sich verständigt, dass in Zusammenarbeit von NBB und Bauamt Köpenick die drei Standorte Buswendeschleife, Müggelheimer Damm/Ecke Müggellandstrasse und der ehemalige Standort auf der Angermitte als alternative Standorte unter den Aspekten technische Machbarkeit, Kosten und Zeit untersucht werden.

Am 10. November rief mich Bürgermeister Oliver Igel an, um mir mitzuteilen, dass die Untersuchung der drei alternativen Standorte für die Gasdruckregelstation abgeschlossen ist. Die Untersuchung habe ergeben, dass unter den genannten Randbedingungen die NBB Netzgesellschaft als Vorhabenträger gewillt ist, das errichtete Gebäude der Gasdruckregelanlage an den alten Standort zurückzuversetzen. Wir betrachten diese Wendung des Geschehens als einen Erfolg. Sicher wäre das vollständige Verschwinden des Gebäudes vom Anger ein schöner Maximalerfolg gewesen, unter den gegebenen Bedingungen allerdings nicht realistisch zu erreichen gewesen, immer im Wissen um die Tatsache, dass es sich seitens der NBB um eine bis dato getätigte Investition von ca. 2 Million Euro handelt. Man muss anerkennen, dass Bürgermeister Igel unser primeres Ziel unterstützt hat. Alles in allem ein Kompromiss, der von uns MüggelheimerInnen zusammen mit vielen Unterstützern erreicht wurde. Dafür möchten wir uns als MHV bedanken.

Wie der Pressemitteilung zu entnehmen ist, soll eine Gestaltung der Gebäudefassade in Regie der MüggelheimerInnen als bürgerschaftliches Engagement erfolgen. Im Klartext bedeutet es, dass die Finanzierung der Fassade, wenn Sie denn neu und anders gestaltet werden soll, nicht vom Vorhabenträger übernommen werden wird. Der MHV wird Möglichkeiten untersuchen, eine denkmalgerechte Gestaltung der Fassade über die diffusen Vorgaben des Bauamtes hinaus gemeinsam mit interessierten Müggelheimer Einwohnern zu erarbeiten und umzusetzen und wir werden dabei aus der Erfahrung aus dem Neubau unseres Außenmuseums schöpfen.

Pressemitteilung des Bezirksamt Treptow-Köpenick.


Gespräch im Rathaus Köpenick zu Alternativstandorten der Gasdruckregelanlage auf dem Müggelheimer Dorfanger

Von Lutz Melchior, MHV-Vorsitzender

Am 11. August 2020 fand im Rathaus Köpenick ein Gespräch zur Thematik der auf dem denkmalgeschützten Müggelheimer Dorfanger errichteten Gasdruckregelanlage statt. Eingeladen hatte Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick. Teilnehmer waren Maik Wortmeier, der Vorsitzende der Geschäftsführung des GASAG Tochterunternehmens NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg als Vorhabensträger, Lutz Degner, Leiter Planung & Bau sowie Andreas Wendt, Pressesprecher der NBB,. Seitens der Genehmigungsbehörde nahm Bezirksbaustadtrat Rainer Hölmer teil. Vom Vorstand des Müggelheimer Heimatverein nahmen Dagmar Klehm und Lutz Melchior, Vorsitzender des Müggelheimer Heimatvereins teil.

Anlass des Treffens dieser recht hochkarätig besetzten Runde waren die seit Wochen anhaltenden Proteste Müggelheimer BürgerInnen gegen die überraschende Neuerrichtung eines Funktionsgebäudes auf der stadteinwärts gerichteten Seite unseres Dorfangers. Ohne öffentliche Beteiligung geschaffene Fakten hatten Zorn und Widerstand der Müggelheimer entfacht, zerstört dieses Bauwerk das Gesicht des Angers und konterkariert aus unserer Sicht die Jahrzehnte anhaltenden Bemühungen zum Erhalt eines der letzten in Berlin in diesem Umfang erhaltenen Anger- Ensembles. Presse, Fernsehen und auch verschiedene Beiträge im Müggelheimer Boten berichteten bereits ausführlich.

Bedingt durch die Wucht der Proteste der Müggelheimer und auf Hilferuf des MHV hatte Bürgermeister Igel, der sich im Vorfeld des Gespräches bereits kritisch zum Standort und zum Bauwerk geäußert hatte, zum Treffen der Beteiligten und Betroffenen eingeladen. Schwerpunkt sollte die Diskussion darüber sein, ob und welche Möglichkeiten bestehen, einen alternativen neuen Standort für das praktisch fertiggestellte Gebäude außerhalb des Angers zu finden.

Zu Beginn des Gesprächs übergab der MHV den Anwesenden Listen, in denen 852 BürgerInnen ihrem Protest gegen das Bauwerk durch Unterschrift Ausdruck verliehen haben. Bürgermeister Igel eröffnete die Diskussion in Richtung NBB als Bauherr dahingehend, dass derlei Bauwerke im verdichteten Innenstadtbereich wohl problemlose Akzeptanz finden können, nicht so jedoch im dörflich geprägten Müggelheim. O-Ton: „Nicht alles was genehmigungsfähig sei, ist auch opportun.“ Die Leitung der NBB erläuterte ausführlich die Notwendigkeit, das existierende, in der Mitte des Angers befindliche Bauwerk zu ersetzen. Die Maßnahme sein unabhängig vom Zuwachs an Haushalten und dem daraus resultierenden Mehrbedarf an Gasversorgung. Tatsache ist, dass das neue Bauwerk zunächst fertiggestellt und in Betrieb genommen werden muss. Herr Wortmeier erläuterte auch den komplexen technischen Charakter einer Druckregelanlage, die aus einer Mehrzahl von Zu- und Ableitungen besteht und nicht an beliebiger Stelle gebaut werden könne und verwies auf die erheblichen Kosten. Trotzdem sei die NBB bereit, neue Standorte zu untersuchen.

Wir als Vertreter des MHV legten den Schwerpunkt unserer Darlegungen auf die fehlende öffentliche Beteiligung und die aus unserer Sicht nicht stattgefundene Suche nach alternativen Standorten im Vorfeld der Genehmigung. Hier wurde die technisch einfachste und kostengünstigste Lösung gewählt. Nur durch das Engagement der BürgerInnen sei dieses Gespräch zu anderen Standorten überhaupt zustande gekommen. Baustadtrat Hölmer verwies auf den rechtskonformen Genehmigungsprozess, räumte jedoch ein, den sensiblen Charakter der Thematik unterschätzt zu haben. Er gab zu erkennen, dass seine Behörde die am Ortsausgang befindliche Buswendeschleife als quasi neuen eventuellen Standort in die Diskussion bringt und es auch bereits Vorgespräche mit der NBB gegeben hat. Damit war die Diskussion zu alternativen Standorten eröffnet. Der MHV schlug als zu untersuchenden Ort die Fläche Müggelheimer Damm Ecke Müggellandstrasse vor. Bürgermeister Igel wiederum stellte die Frage, warum nicht der alte Standort in der Angermitte wieder genutzt werden könne, natürlich mit einem vom Äußeren her besser dem umgebenen baulichen Charakter angepassten Erscheinungsbild.

Am Ende verständigten die Parteien sich dahingehend, dass in Zusammenarbeit von NBB und Bauamt die drei Standorte Buswendeschleife, Müggelheimer Damm Ecke Müggellandstrasse und der ehemalige Standort auf der Angermitte unter den Aspekten technische Machbarkeit, Kosten und Zeit untersucht werden.

Zusammengefasst würde ich sagen das Gespräch war erfolgreich. Aus unserer Sicht war bei den Beteiligten der ernsthafte Wille zur Lösung des Problems erkennbar. Wir erwarten, dass die Öffentlichkeit in den nun wieder anlaufenden Planungsprozess eingebunden wird und wollen durch kritisches Hinterfragen für Transparenz zu sorgen. Unser vorrangiges Ziel ist nach wie vor der Rückbau, respektive die Umsetzung des nicht akzeptablen Gebäudes weg von der Angerspitze. Allerdings müssen wir uns darauf einstellen, dass selbst bei positiver Entwicklung des Geschehens der Prozess bis zu zwei Jahre dauern kann.

Vielen Dank an alle, die uns in vielfältiger Form unterstützt haben. Ihre Unterstützung werden wir weiterhin benötigen. Wir werden über den Fortgang informieren.

Seien Sie herzlich gegrüßt!
Lutz Melchior
Vorsitzender des Müggelheimer Heimatvereins


Hygienekonzept

Sie finden hier eine Vorlage für ein Hygienekonzept für Veranstaltungen im Dorfklub. Sie müssen bis auf Widerruf für jede Veranstaltung solch ein Konzept dem Verein vorlegen und für die Einhaltung während ihrer Veranstaltung sorgen. Vorlage Hygienekonzept


Beantragung Baustopp für Bauvorhaben „Ersatzneubau einer Ortsregeldruckanlage“

Aktenzeichen 1160-2019-307-HB19 - 15. Juni 2020


Der Müggelheimer Heimatverein beantragt einen sofortigen Baustopp zum genannten Bauvorhaben. Im Folgenden befindet sich das offene Schreiben des Heimatvereins an das Tiefbauamt Treptow-Köpenick.


Sehr geehrte Damen und Herren,
ich wende mich an Sie als Vorsitzender des Müggelheimer Heimatvereins e.V.

Der Müggelheimer Heimatverein e.V. beantragt hiermit in o. g. Baumaßnahme einen sofortigen Baustopp und Rückbau respektive Verschließen der Baugrube.

Auf dem Dorfanger Müggelheim finden seit Mitte letzter Woche Baumaßnahmen statt. Das Baustellenschild weist die GASAG als Bauherren und die Maßnahme als Ersatzneubau einer Ortsregeldruckanlage aus. Es ist eine erhebliche Baugrube ausgehoben worden, wobei bereits sichtbar Wurzelwerk der umgebenden Bäume beschädigt wurde.
Wurden tatsächlich alle erforderlichen behördlichen Bereiche in erforderlichem Umfang in den Genehmigungsprozess eingebunden? Wie kann eine derartige Zerstörung der Grünflächen- und Baumsubstanz in zentraler Ortslage eine Genehmigung erfahren? Der Dorfanger Müggelheim ist zentraler Identifikationspunkt der Müggelheimer Bürgerinnen und Bürger.

Die geplante Baulichkeit an so exponierter Stelle verändert das Eingangs-Bild des denkmalgeschützten Dorf-Ensembles gravierend und beschädigt den Eindruck eines Dorfangers. Schließlich ist Müggelheim das einzige noch derart erhaltene Angerdorf in Berlin, was zu schützen ist und bereits in der Bauordnung von 1927 unter Schutz gestellt wurde, der 1988 auf Antrag der Müggelheimer durch die Denkmalpflege Köpenick wiederholt wurde. Ein Anger war immer eine unbebaute Fläche in der Mitte eines Dorfes.

Darüber hinaus wird gerade diese Fläche für traditionelle und regelmäßige Veranstaltungen der Müggelheimer genutzt und z. Bsp. zum "Müggelheimer Angerfest" und zum "Müggelheimer Erntefest" für eine Freilichtbühne beansprucht. Diese Events haben eine besondere Bedeutung über Müggelheim hinaus und würden durch das Bauvorhaben zu einer Verarmung des kulturellen Lebens im Ortsteil und in Köpenick führen.

Zu hinterfragen ist auch die Zerstörung eines umweltpolitisch und kulturell wertvollen Areals zugunsten der Nutzung fossiler Energieträger unter beiseite Lassens jeglicher Nachhaltigkeit. Da stellt sich die Frage, ob überhaupt eine solche Pumpstation eine Perspektive hat oder die vorhandene Station noch mal modernisiert werden sollte.

Eine Planfeststellung und Auslegung mit Bürgerbeteiligung hat es hier nicht gegeben. Hier wird ein Denkmal praktisch zerstört!

Wir erwarten Klärung zu folgenden Punkten:

  1. Welche Bereiche des Bezirksamtes wurden in den Genehmigungsprozess eingebunden und mit welchen Stellungnahmen?
  2. Wenn ja, mit welcher Begründung hat das Denkmalamt dieser Baumaßnahme zugestimmt? Wie kam eine eventuelle Zustimmung zustande?
  3. Wodurch wird von behördlicher Seite der Verbrauch einer geschützten Fläche gerechtfertigt?
  4. Welche Voruntersuchungen wurden durchgeführt, um mögliche Schädigungen im Wurzelbereich benachbarter Bäume auszuschließen? Es sind im Randbereich der bereits ausgehobenen Baugrube bereits Wurzelbeschädigungen sichtbar.
  5. Wurde eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt? Wenn ja, mit welchem Ergebnis?
  6. Warum wurde kein Bürgerbeteiligungsverfahren durchgeführt?
  7. Das Bauvorhaben ist als Ersatzbau deklariert. Für welches Gebäude? Welches vorhandene Bauwerk wird dafür rückgebaut? Mit welchen Auflagen?
  8. Gab es Prüfungen alternativer Standorte? Wenn ja, mit welchem Ergebnis?
  9. Warum kann das vorhandene Bauwerk nicht ertüchtigt werden, um die neue Nutzung zu gewährleisten?

In Erwartung Ihrer geschätzten Antwort verbleibe ich mit freundlichen Grüßen
Lutz Melchior
Vorsitzender
Müggelheimer Heimatverein e. V.


Rechenschaftsbericht 2019

Auf der Jahreshauptversammlung wurde der Rechneschaftsbericht für das Geschäftsjahr 2019 verlesen und besprochen. Für alle Mitglieder die nicht die Möglichkeit hatten an der Versammlung teilzunehmen, kann er hier heruntergeladen werden.


Kassenbericht 2019

Auf der Jahreshauptversammlung wurde des Kassenbericht für das Geschäftsjahr 2019 verlesen und besprochen. Für alle Mitglieder die nicht die Möglichkeit hatten an der Versammlung teilzunehmen, kann er hier heruntergeladen werden.


Jahreshauptversammlung 2020

Am 28.Februar 2020 führen wir unsere Jahreshauptversammlung für das Geschäftsjahr 2019 durch.

Einladung

Liebe Mitglieder des Müggelheimer Heimatvereins e.V., wir laden Sie herzlich zur Mitgliederversammlung für das Geschäftsjahr 2019 am Freitag, den 28. Februar 2020, 18.00 Uhr, in den Dorfklub "Alte Schule" ein. Tagesordnung der Jahreshauptversammlung des MHV für das Geschäftsjahr 2019:

  1. Begrüßung
  2. Wahl des Versammlungsleiters
  3. Verlesen des Rechenschaftsberichtes des Vorstandes
  4. Aussprache zum Rechenschaftsbericht
  5. Kassenbericht
  6. Bericht der Revisionskommission
  7. Schlusswort

Wir bitten um zahlreiches Erscheinen

Der Vorstand des Müggelheimer Heimatverein e.V.