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Aktuelles aus dem Heimatmuseum

Müggelheimer Adventsmarkt 2017

Auf dem Müggelheimer Dorfanger und in der Alten Schule findet am 02.12.2017 der kleine Müggelheimer Adventsmarkt statt.

Weihnachtsprogramm 2017


Ausstellung zum Adventsmarkt

Weihnachtsmann und Christkind

Auch in diesem Jahr findet zum Adventsmarkt eine Weihnachtsausstellung, durch die AG Heimatmuseum gestaltet, statt. Das Thema ist dieses Mal „Weihnachtsmann und Christkind“. Wir möchten mit ihrer Hilfe die Gabenbringer des Weihnachtsfestes vorstellen. Dazu präsentieren wir Ihre Schätze, die Sie uns für diesen Tag zur Verfügung stellen.

Weihnachtsmänner und Christkinder in allen Formen sind willkommen: Figuren, Bilder, Kostüme, Bücher, gebastelt, getöpfert, gebacken, gemalt, zum Stellen oder Hängen… Zu bewundern ist die Ausstellung am 02. Dezember in der "Alten Schule", von 10 bis 19 Uhr.

Ganz wichtig: Im Raum 2 gibt es eine kleine Zweigstelle des Weihnachtspostamtes. Hier können Kinder ihre Wunschzettel an den Weihnachtsmann schreiben, malen oder einfach nur abgeben. Bitte an einen Briefumschlag mit Absender denken!

Bitte bringen Sie Ihre Ausstellungsstücke zu folgenden Terminen in den Dorfklub:
14.11. von 16:00 bis 18:00 Uhr,
15.11. von 16:30 bis 18:00 Uhr,
21.11. von 16:00 bis 18:00 Uhr,
22.11. von 16:30 bis 18:00 Uhr,
28.11. von 16:00 bis 18:00 Uhr,
29.11. von 16:30 bis 18:00 Uhr.
Abgeholt werden können die Leihgaben entweder direkt nach Ausstellungsende am 02.12. ab 19 Uhr oder am 05.12. ab 16 Uhr im Dorfklub. Sie können auch vorher Kontakt aufnehmen mit
Kerstin Melchior, 030-6597529, 0172-2391214 oder kerstin.melchior@charite.de oder mueggelheimer-heimatverein@gmx.de.

AG Heimatmuseum





















Die Geschichte der Bockwindmühle

Der Vertrag zum Bau der Müggelheimer Mühle

In der vom preußischen König Friedrich II. am 01. Juni 1747 unterzeichneten Erbverschreibung für die 20 Pfälzer Kolonisten sind die Rechte und Pflichten niedergelegt. Es heißt dort u.a.:

... Das nöthige Geträncke müssen öfter erwähnte Colonisten aus dem Amte Cöpenick und sonst nirgends anders nehmen, auch auf keiner andern Mühle, als welche ihnen hiernächst angewiesen werden, ihr Getreyde abmahlen lassen...

Der erste Teil des Satzes bezieht sich hauptsächlich auf den auszuschenkenden Branntwein und das damit in Zusammenhang stehende Schankrecht. Man kann in den Akten nachlesen, dass über den Verbrauch genauestens Buch geführt wurde.

Der zweite Teil des Satzes bezieht sich darauf, dass Friedrich dem neu gegründeten Dorf "Müggelheim" eine Mühle zusichert, mit der gleichzeitigen Verpflichtung für die "Colonisten", ihr Getreide nur in dieser Mühle mahlen zu lassen. Man einigte sich, eine Bockwindmühle zu bauen. Als Ort für die Mühle wurde das Westufer der Großen Krampe gewählt, das, bedingt durch die Verschiebungen der Eiszeit, eine etwa 30 m hohe Erhebung bildet, später auch Mühlenberg genannt. In einer Karte der Feldflur von Müggelheim 1856 ist der Standort der Mühle eingezeichnet.

An diesem Flurstück am Krampenburger Weg, dem ehemaligen Mühlenweg, befindet sich heute eine hochwertige Einfamilienhaussiedlung, neben der ehemaligen Ausflugsgaststätte "Krampenmühle".

Uns liegt der leider unvollständige Kaufvertrag zur Mühle vom 19. April 1750 vor. Daraus geht hervor:

Der preußische König hat mit der Gründung des Dorfes Müggelheim auch den Bau einer neuen Mühle beschlossen und diesen Auftrag an die Märkische Kriegs-und Domänenkammer gegeben, die wiederum nach Prüfung die Erlaubnis erteilt und an das Amt Cöpenick weitergeleitet hat. Der Müller Carl Ludwig Henning aus Selchow hat sich beworben und den Zuschlag erhalten. Neben dem Bau der Mühle nahe dem Dorf Müggelheim, wurde ihm auch erlaubt, einen Garten anzulegen und ein Wohnhaus zu bauen. Das Bauholz für den Bau der Mühle und des Wohnhauses erhält er kostenlos aus dem königlichen Forst. Für spätere Reparaturarbeiten musste er sich selbständig kümmern.

Wer sein Mahlgut in einer Mühle mahlen lässt, war ein Mahl-Gast. Dem Müller wurden nicht nur die Bauern aus Müggelheim sondern zusätzlich die Bauern aus Schmöckwitz als Mahlgäste zugeteilt. Von diesen hatte er vorrangig das Mahlgut zu verarbeiten. Als Mahllohn durfte er nicht mehr als vereinbart verlangen. Wenn sich die Mahlgäste wegen ungerechter Behandlung doch beschweren sollten, hätte dies harte Strafen für den Müller zur Folge.

Als Pacht für die Mühle wurden 50 Reichstaler/Jahr (entspricht ca. 8000-9000 €) festgelegt, quartalsweise zu zahlen. Der Müller verpflichtet sich, den Mühlenbau, wie immer möglich, zu beschleunigen.

In den Folgejahren war die Mühle nie herrenlos, sondern stets im Besitz eines Müllers. 1895 wurde die Mühle abgerissen. Der Gastwirt Paul Klein stellte 1903 den Antrag, auf dem Nachbargrundstück eine Trinkhalle, als Vorläufer einer Ausflugsgaststätte zu errichten. Diese erinnerte im Namen an die Müggelheimer Mühle: "Krampenmühle". Sie war bis 1986 ein beliebtes Ausflugsziel, musste 1996 wegen ungeklärter Besitzverhältnisse schließen.


Das Aussenmuseum im Herbst

  • Aussenmuseum im Herbst 2017
  • Aussenmuseum im Herbst 2017
  • Aussenmuseum im Herbst 2017
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Aussenmuseum - ein Einblick

Vielen Dank an Ralf Drescher. Artikel in der Berliner Woche


270 Jahre Müggelheim

Anlässlich des Ortsjubiläums 270 Jahre Müggelheim beschäftigt sich die AG- Heimatmuseum noch einmal mit der Gründung und der Entwicklung Müggelheims. Wir werden in loser Folge darüber berichten.

Ab 2. Juni ist in der Alten Schule eine Bilderausstellung dazu zu besichtigen. Auffällig ist es, wie lange Zeit sich Irrtümer über unseren Ort halten. Deshalb beginnen wir mit einer Berichtigung.

Ausstellungseröffnung, Live-Musik, nette Gespräche

  • 270 Jahre Müggelheim - Ausstellungseröffnung
  • 270 Jahre Müggelheim - Ausstellungseröffnung
  • 270 Jahre Müggelheim - Ausstellungseröffnung
  • 270 Jahre Müggelheim - Ausstellungseröffnung
  • 270 Jahre Müggelheim - Ausstellungseröffnung
  • 270 Jahre Müggelheim - Ausstellungseröffnung
  • 270 Jahre Müggelheim - Ausstellungseröffnung
  • 270 Jahre Müggelheim - Ausstellungseröffnung
  • 270 Jahre Müggelheim - Ausstellungseröffnung
  • 270 Jahre Müggelheim - Modell Dorfkirche
  • 270 Jahre Müggelheim - Schul- und Bethaus
  • 270 Jahre Müggelheim - Modell Feuerwehr
  • 270 Jahre Müggelheim - Tafel Schul- und Bethaus



















Der Müggelheimer Heimatverein lädt am 1.06.2017 alle Müggelheimer anlässlich des 270. Jubiläums in die "Alte Schule" auf unserem Anger. Dort wird ab 17:30 Uhr die Müggelheimer Generationsband mit etwas Live-Musik einstimmen. Gegen 18:00 Uhr findet dann die Eröffnung der Sommerausstellung der AG Heimatmuseum statt, die Bilderausstellung aus der Geschichte Müggelheims.
Dazu gibt es einen kleinen Vortrag aus der Müggelheimer Geschichte. Nach der Ausstellungseröffnung kann man sich bei kühlen Getränken und kleinen Snacks in netter Gesellschaft über dies und das aus Müggelheim austauschen. Die Müggelheimer Generationsband sorgt auch nach der Ausstellung weiterhin für die musikalische Begleitung. Wir freuen uns auf zahlreiche Teilnahme.

1.06.2017, von 17:30 Uhr bis 21:00 Uhr im Dorfklub Müggelheim / Alte Schule

Unser Ort hat das 270. Jahr der Erbverschreibung für die 20 Kolonistenfamilien aus dem Herzogtum Zweibrücken, also aus Odernheim am Glan und aus Oberhausen, bereits hinter sich. Das Datum dieser Erbverschreibung, Donnerstag, der 01.06.1747, gilt als Gründungsdatum von Müggelheim. In diesem Jahr lag der 01.06. ebenfalls auf einem Donnerstag. Ein guter Grund, auf 270 Jahre Müggelheim zurück zu blicken und Geschichte zu erleben. Die Gruppe der AG Heimatmuseum hat hierzu alte und neue Aufnahmen Müggelheimer Einblicke und Geschichten rund um die Geschichte zusammengestellt und präsentiert seit Gründungsjubiläum, also seit 01.06.2017, diese Ausstellung im Dorfklub „Alte Schule“. Natürlich sind 270 Jahre Bemessen an der Geschichte der Erde nur eine kurze Zeit. Bemessen an der Geschichte eines Menschen oder einer Familie sind es schon viele Jahre.


Haus und Hof in Müggelheim

Den 20 Odernheimer Familien, wurde bei ihrem Eintreffen in Berlin im Mai 1747, wie in der Erbverschreibungsurkunde vom 01. Juni 1747 beschrieben, nahe der Residenz auf dem Cöpenickschen Werder ein Platz zugewiesen. Hier sollten sie ein neues Dorf, mit dem Namen Müggelheim aufbauen.

Von der Kriegs-und Domänenkammer kam der Plan, welche Form das Dorf bekommen sollte: ein Angerdorf, an jeder Seite 10 Häuser, an einer Längsachse, der heutigen Chaussee von Köpenick nach Gosen und einer Querachse zwischen dem jeweils 5. und 6. Hof, heute: Odernheimer Straße und Sobernheimer Straße. Dadurch ergab sich die Form eines langgestreckten Rhombus, mit je 4 x 5 Höfen. Diese Form ist noch heute erhalten. Die Fläche des Dorfangers, die Dorfaue, diente der Hütung, gegenüber von Haus Nr. 4 wurde später der erste Friedhof angelegt. 1763 wurde auf Drängen der Colonisten, der Bau eines Schulhauses auf der Dorfaue angeordnet, realisiert wurde er erst 1779. Durch den Anbau eines weiteren Raumes 1784 wurde das Schulhaus zu einem Schul- und Bethaus erweitert. Der Bau der Kirche auf der Dorfaue erfolgte 1805 und der Bau einer Schule in Backstein, in Nachbarschaft zur Kirche, 1890.

Der Cöpenicksche Werder war ein Stück unkultivierten Landes mit Sträuchern und Bäumen bewachsen und teilweise Wiesen und Sumpfgelände.

Die Kolonisten mussten vor dem Bau der Häuser die Flächen und die vorgesehenen Ackerflächen roden. Der König wies im August 1747 die Bauern der umliegenden Dörfer (Rehberg, Biesdorf, Mahlsdorf, Friedrichsfelde u.a.) an, beim Roden, Pflügen und Eggen in Müggelheim zu helfen. Ebenso wurden Handwerker der umliegenden Gemeinden angewiesen, beim Bau der Häuser mitzuwirken. Das Holz für den Hausbau hatte der Landjäger Bock aus Köpenick aus dem Königlichen Forst unentgeltlich bereit zu stellen.

Die Form der Höfe und die Maße für die Gebäude wurden ebenfalls von der Kriegs-und Domänenkammer vorgegeben.

Ein Gehöft bestand aus: dem Wohnhaus (36 Fuß lang und 30 Fuß breit, entspricht 11,5 x9.6 m, hatte 7 Gebinde und war zweimal verriegelt), der Scheune (41 Fuß lang und 32 Fuß breit, entspricht: 13,1 x 10,24 m, hatte 8 Gebinde), der Stall (30 Fuß lang und 18 Fuß breit (9,6 x 5,7 m), hatte 6 Gebinde und war in der Mitte geteilt). Das Wohnhaus stand mit der Längsseite zur Straße, Scheune und Stall waren getrennt vom Haus, die Scheune begrenzte den Hof zum Garten hin. Diese Anordnung war für die Zeit modern, da bei einem Brand nur das betreffende Gebäude abbrannte.

Das Haus war nach dem Vorbild des "Märkischen Mittelflurhauses" konstruiert, d.h. der Flur ist durchgehend von der Straßenseite zur Hofseite und teilt das Haus. Die Ausführung der Gebäude erfolgte in der Bauweise ihrer Pfälzer Heimat, als Fachwerk, mit Lehm ausgemauerte Fächer und Stroh gedeckt. Die Fenster in den Oberlichtern der Türen sorgten für Tageslicht im Flur. Vom Flur führte eine Treppe zum Boden, der jedoch nicht ausgebaut war. Die Küche hatte einen großen Herd mit Kamin-Schornstein. Neben der Küche befand sich eine nicht beheizbare Kammer, vermutlich der Schlafraum. Auf der gegenüberliegenden Seite des Flures befand sich ein zweiter Schornstein für den großen Kachelofen der Wohnstube, der in eine weitere Kammer (das Altenteil) hineinreichen konnte. Das Haus hatte zwei größere Stubenfenster und drei Kammerfenster, der Fußboden war gedielt, Küche und Flur mit Backsteinen ausgelegt. Für den Bau der Häuser ist Holz von hoher Qualität verwendet worden. In den, im Ursprung noch erhaltenen Häusern; fand man bei Bauarbeiten im 20. und 21. Jhdt. noch die Ursprungsmaterialien im Dachgebälk und Dielen.

In harter Arbeit rodeten die Pfälzer das Land, bauten ihre Häuser, schafften die lebende Hofwehr und Ackergeräte aus eigenen Mitteln an, nachdem einige von ihnen im Herbst 1747 nach Hause gefahren waren um ihr restliches Vermögen zu holen. In einem Bericht vom August 1748 heißt es, dass 14 Häuser fertig sind, 3 in Arbeit und 3 noch nicht angefangen. Die Flur ist soweit gerodet, dass sie für die Aussaat vorbereitet ist.


Alt-Müggelheim 5 (Hofseite) um 1930

1860 wütete ein Brand im Dorf. Es wurden die Häuser Nr. 2, 3, 4 und 5 vernichtet. Im Jahre 1886 ein weiterer Brand durch Blitzschlag. Es brannten die Häuser 16, 17, 18 auf der anderen Seite des Angers ab. Sie wurden wieder aufgebaut, in Anlehnung an die ursprünglichen Maße, aber in Steinbauweise. Möglicherweise stammten die Ziegel aus der Müggelheimer Ziegelei an den ehemaligen "Tonkuten" im Hirseländer Weg. Zu erkennen sind diese Häuser noch heute daran, dass sie im Eingang drei Stufen bis zum Hauseingang haben. Als Lagermöglichkeit wurden diese neu erbauten Häuser mit einem Keller versehen. Die Häuser Nr. 6, 9, 12, 16 und 19 sind in ihrer ursprünglichen Bauart an ihrem ebenerdigen Eingang zu erkennen. Bei Bauarbeiten stößt man noch heute gelegentlich auf das ummauerte Fachwerk. In den folgenden Jahrzehnten brannten im Dorf durch Blitzschlag Scheunen ab bzw. das Stallgebäude.


Alt-Müggelheim 7 (Straßenfront)

Anfang der 1930-er Jahre wird das Haus Nr. 7 abgerissen. Es bestand bis zu dieser Zeit in der ursprünglichen Bauweise. An seiner Stelle entsteht ein Geschäftshaus. Das daneben stehende Haus Nr. 8 (das Geburtshaus von J.J. Baeyer) wurde im Weltkrieg stark beschädigt und in den 50-ziger Jahren abgerissen. An seiner Stelle wurde das Ärztehaus aus Betonfertigteilen errichtet.


Alt-Müggelheim 8 (Geburtshaus Johann Jacob Baeyer)

Auf der Hofstelle Nr. 16 wurde ein zweigeschossiges Geschäftshaus in den 1930-iger Jahren gebaut. In ihm befand sich bis in die 80-ziger Jahre eine Drogerie (heute Blumenladen) und eine Fleischerei (heute Bäckerei). In Nr. 17 befand sich ein Wohnhaus, in Nr. 17a eine Bäckerei. Beide wurden durch einen Zwischentrakt verbunden. In dem Gebäude befand sich in den 1970-80-ziger Jahren das Konsum-Cafe Müggelheim.

Die Häuser Nr. 19a und 20 wurden im Kriege zerstört (anstelle von Nr. 20 befindet sich heute ein Wohn-und Geschäftshaus).

Schon zu DDR-Zeiten wurde das Ensemble Dorfanger Müggelheim, wegen seiner Einzigartigkeit der Bausubstanz im Berliner Umland, zum Flächendenkmal erklärt, mit den Einzeldenkmalen Haus Nr. 3, 5, 9 sowie 21 (Alte Schule) und Nr. 22 (Dorfkirche).

Am 06. März 2008 wurde die Erhaltungssatzung für das Gesamtensemble "Dorfanger Müggelheim" erlassen.

Peter Belitz - AG Heimatmuseum


Der Landtausch

Noch immer wird bedauert, dass den Pfälzern der Antrag, ihnen an den Müggelbergen Land zur Weinanpflanzung zu überlassen, abgelehnt worden wäre. Aus dem Löscherschen Vermessungsregister geht jedoch hervor, dass sie sogar extra Land zur Anlage erhielten.

“Die Weinbergstücke 1.und 2. Schlages, solche liegen am höchsten Gipfel der Müggelberge, die Ehrenpforte genannt, ganz steil, und haben zusammengenommen 35 Morgen 80 QuadratRuten an Inhalt, ist mit starken Rückstangen, Rießstangen, Eichenbäumen, und Tottstämmen bewachsen...“

Dieses Gebiet konnten die Pfälzer nicht nutzen und nach Ablauf der 15 Jahre Steuerfreiheit mussten sie für das Land Steuern zahlen. Sie baten dann die Obrigkeit, das Land in den Müggelbergen mit Land an der Krampe zu tauschen.

Aus einem Protokoll der Akte des Geheimen Hauptstaatsarchivs Berlin vom 5. Oktober 1788 geht hervor, dass ihrem Wunsch entsprochen wurde.

„Zwischen dem vormaligen Landjäger Hermannes und der Gemeinde zu Müggelheim vorgenommener Tausch eines Flecks Forst gegen ein Stück Kolonistenland“

Es wurde befunden, dass die Angaben der Gemeinde völlig richtig seien. Das Land am Müggelberg eigne sich nicht zum Weinanbau.

„Es finde keine Cultur statt, da wegen der Höhe und des Sandes nichts darauf fortkommen könne, die Bestellung mit Vieh der Steile wegen nicht möglich sey, der Regen die fette Erde wegwasche und das, was noch wachse, von dem Wild, besonders wenn es Wein seyn sollte, gänzlich weggefreßen werde.“

So kam es, dass das Land an der Krampe jetzt besiedelt und die Müggelberge weiter bewaldet sind.

  • Alt-Müggelheim Nr.1 im Jahr 2007
  • Baeyer-Denkmal im Jahr 2007
  • Kirche Müggelheim im Jahr 2016